Bedingt durch anhaltend angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der weiterhin hohen Belastungen in den Bereichen Energie, Rohstoffe, Logistik und Produktion sehen sich viele Firmen der chemischen Industrie veranlasst, ihre Preise für chemische Erzeugnisse anzupassen.
Die chemische Industrie zählt weiterhin zu den energieintensivsten Branchen Deutschlands. Trotz einzelner staatlicher Entlastungsmaßnahmen bestehen im internationalen Vergleich weiterhin erhebliche Kostenunterschiede, insbesondere bei Strom- und Gaspreisen. Branchenverbände und Wirtschaftsinstitute berichten zudem von steigenden Rohstoffpreisen, wachsendem Wettbewerbsdruck sowie einer zunehmenden Belastung durch geopolitische Entwicklungen und volatile Energiemärkte.
Nach aktuellen Erhebungen des ifo Instituts sind die Preiserwartungen in der deutschen Chemieindustrie zuletzt deutlich angestiegen. Insbesondere energieintensive Unternehmen geben die gestiegenen Produktions- und Energiekosten zunehmend an den Markt weiter.
Auch die weiterhin hohen Aufwendungen für Energieversorgung, Rohstoffbeschaffung, Transport, Umweltauflagen sowie tarifliche und operative Kostensteigerungen wirken sich nachhaltig auf die Herstellungskosten chemischer Produkte aus.
Zudem kommen noch die Marktirritationen, durch die Unpassierbarkeit der Straße von Hormus, die von vielen Anbietern zusätzlich zum Anlass genommen wird, ihre Preise für Rohstoffe und deren Transport zu erhöhen.
Diese Gemengelage führt zu einer Spirale, die gerade erst angefangen sich zu drehen.